Der Kaninchenzuchtverein wurde am 10. Mai 1958 gegründet und ist Mitglied des Landesverbandes der Kaninchenzüchter Rheinland Pfalz e.V.; der Sitz ist in 66957 Eppenbrunn.

Der Verein bezweckt in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband Deutscher Rassekaninchenzüchter e.V. und dem Landesverband der Kaninchenzüchter Rheinland Pfalz e.V. und dessen Untergliederungen die Förderung und Verbreitung der Kaninchenzucht zwecks sinnvoller Freizeitgestaltung. Der Verein ist auf Gemeinnützigkeit ausgerichtet.

Auszug aus der Vereins-Chronik zur Feier des 50-jährigen Vereinsbestehens (1998 bis 2008)

»Der Kaninchenzuchtverein P25 Eppenbrunn wurde am Sonntag, den 10. Mai 1958 in der Kinogaststätte Martha Dietrich in Eppenbrunn gegründet ...« - so ist es in der Broschüre aus dem Jahre 1998 zum 40-jährigen Vereinsjubiläum zu lesen. Heute, nach einem halben Jahrhundert Vereinsgeschichte, wollen wir nochmals zurückblicken und zusammenfassen.

Unser Blick richtet sich hierbei allerdings „nur“ auf die letzten zehn Jahre des Kaninchenzuchtvereins, denn in der „alten“ Chronik sind die Jahre 1958 bis 1998 bereits hervorragend zusammengefasst.

Entstauben wir also die alten Akten und tauchen in das Jahr 1998. Gleichberechtigte Vorsitzende des Vereins sind Rudi Wex und Arno Dietrich. Zusammen mit Peter Lang als Kassenwart, Albert List als Hallenwart, Jörg Kraus als Schriftführer, Hubert Breiner als Tätowiermeister, Oswald Joas als Ausstellungsleiter und Zuchtwart sowie Hiltrud Joas als Zuchtbuchführerin bilden sie die Vorstandschaft. Die Besonderheiten in diesem Jahr ist nicht nur die erfolgreiche Teilnahme an der Landesschau - Hubert Breiner und Arno Dietrich waren beide Landesmeister - sondern auch der weitere Ausbau unserer Ausstellungshalle. Der Wirtschaftsraum und der Hallenbereich wurden weiter hergerichtet, die elektrische Anlage erneuert und die Hallenzufahrt wurde mit fast 60 Tonnen Schotter befestigt. Die äußerst positive Kassenlage des KZV P25 erlaubte dies durchaus. Als weitere Arbeit ist die Überdachung des Grillplatzes geplant. In diesem Jahr sind sieben Neumitglieder, darunter drei aktive Züchter, zu verbuchen. Auch erwähnenswert ist die Teilnahme am Eppenbrunner Parkfest.
Im folgenden Jahr, also 1999, fand eine Neuwahl der Vorstandschaft statt. Einige Monate später kam es zu erheblichen internen Differenzen, so dass die Vorstände ihren Rücktritt vollzogen. Aufgrund dieser Situation wird der Verein durch Rudi Wex kommissarisch geführt. Am 20. August wurde durch eine erneute Wahl die nun amtierende Vorstandschaft gebildet. Diese bestand aus Richard Wex und Kölsch Manfred, beide in der Vorstandsposition, sowie aus Peter Lang (technischer Hallenwart), Karl Lang (Hallenvermietung) und Anita Lang (Schriftführung). Peter Lang bekleidete ebenfalls das Amt des Kassenwarts und Richard Wex hatte nebst Vorsitz das Amt des Jugendleiters.
Aber auch positives hat der Verein in diesem Geschäftsjahr zu verzeichnen: die Durchführung einer Jung- und Alttierschau war erfolgreich. Ebenso im Jahr 2000, in welchem auch bei überregionalen Ausstellungen verschiedene Titel errungen werden.
Gesamt 76 Mitglieder, davon drei Jugendzüchter, verzeichnen wir im Jahr 2001. Wir führen eine Jungtierschau mit Preisrichter Heinz Andreas durch und beginnen im Juli mit der Renovierung der Küche. Ebenso veranstalten wir eine erfolgreiche Alttierschau unter Preisrichter Fred Wagner.
Es folgt das Jahr 2002. Die »gute, alte D-Mark« macht dem Euro platz. Auch der KZV P25 korrigiert seine Preise auf Euro. Zu beginn des Jahres verbucht der Verein eine Gesamtzahl von 74 Mitgliedern. Wie in den Vorjahren gehen Jung- und Alttierschau mit Erfolg über die Bühne. Letztere übrigens mit 69 Tieren. Einige Vereinsmitglieder, darunter Roswitha Spies mit „Deutsche Kleinwidder grau“, kehren von der Schuhstraßenschau Pirmasens als Meister in ihrer Rasse zurück. Dominic Maginot erhält in diesem Jahr den Titel „Landesjugendjungtiermeister“ mit „Rote Neuseeländer“. Dominic Lang wird Jugendkreismeister, Roswitha Spies ebenfalls Landesjungtiermeisterin auf der Landesjungtierschau in Bruchweiler. Die Küchenrenovierung war bereits im Februar beendet und ein Schlachtfest wird durchgeführt. In Donsieders holt das „Eppenbrunner Erfolgsteam“ – bestehend aus Andreas Pein, Karl Lang, Roswitha Spies, Peter Riedler und natürlich Arno Dietrich - den Titel „Kreisvereinsmeister“. Einzelkreismeister werden Arno Dietrich, Andreas Pein und Karl Lang. Zum Abschluss des Jahres findet eine Weihnachtsfeier im Vereinslokal „Haus Waldesruh“ statt.
Nun folgt im Januar 2003 ein weiterer Titel: der Verein wird Landesvereinsmeister für das Zuchtjahr 2002 in Kaiserslautern. Das oben genannte „Erfolgsteam“ hat sich nochmals bewährt. Dietrich und Pein werden ebenfalls Landesmeister in ihrer Rasse. Landesjungtiermeisterin wird Roswitha Spies. Im Juni 2003 folgt nun die Jungtierschau in Eppenbrunn. Die Alttierschau, diesmal mit 62 Tieren, erfolgt wieder unter Preisrichter Heinz Andreas. Die aktuelle Mitgliederzahl steigt wieder auf 70, wovon fünf Jugendliche gemeldet sind. Nach der Generalversammlung mit Neuwahl setzt sich die Vorstandschaft nun wie folgt zusammen: Manfred Kölsch (Vorsitzender), Pein Andreas (Vorsitzender und Jugendleitung), Anita Lang (Schriftführung), Roswitha Spies (Kasse), Oswald Joas (Zuchtbuch, Ausstellungsleitung und Zuchtwart), Hubert Breiner (Tätowiermeister), Peter Riedler (zweiter Tätowiermeister) und Peter Lang (Hallenwart). Arno Dietrich wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als zusätzlichen Erfolgspunkt im Jahr 2003 ist die Vereinspartnerschaft mit dem Kleintierzuchtverein C499 Langenalb anzusehen. Zu Bemerken ist das freundschaftliche Verhältnis unter den Vereinsmitgliedern sowie die gegenseitigen Besuche der Ausstellungen.
2004 sammeln die Eppenbrunner Kaninchenzüchter für die Kriegsgräberfürsorge. In der Halle wird die Zapfanlage instand gesetzt. Peter Riedler und Andreas Pein werden Kreismeister und der Verein hat 211 tätowierte Kaninchen gemeldet. Ein erstmals rückläufiger Aspekt ist die Hallenvermietung. Dies sieht der Verein vor allem darin begründet, dass das Bürgerhaus wieder für die Öffentlichkeit verfügbar ist. Auch muss der Verein aufgrund der erhöhten Energiepreise die Nebenkosten bei der Hallenvermietung im laufe des Jahres anpassen. Im selben Jahr erfolgt ein Wechsel von der VR-Bank zur Sparkasse Südwestpfalz. Ab sofort können, wenn gewünscht, die jährlichen Mitgliedsbeiträge auch per Bankeinzug erhoben werden. An dieser Stelle verzeichnet der Verein eine Mitgliederzahl von 66. Um einer sinkenden Mitgliederzahl vorzubeugen, besteht die Idee vermehrt Jugendarbeit anzubieten. In Schulen oder Kindergärten könnte dies in „kindgerechten Vorträgen“ zum Thema Kaninchen geschehen – dazu soll es jedoch leider nicht kommen.
Der bemerkbare Negativtrend bei der Anzahl der Mitglieder besteht auch noch im Jahr 2005. Bei der Generalversammlung im Juni sind lediglich 13 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Die aktuelle Vorstandschaft besteht nach der Neuwahl aus Andreas Pein und Arno Dietrich, beide im Amt des Vorsitzenden. Maria Gries und Heinz Schneider sind als Beisitzer tätig. Roswitha Spies behält das Amt der Kassenleitung bei, ebenso Schriftführerin Anita Lang. Dominic Lang wird zum Jugendleiter ernannt, Peter Riedler zum Hallenwart. Hubert Breiner ist weiterhin als Tätowiermeister tätig sowie Oswald Joas, der das Amt des Zuchtwarts, des Zuchtbuchführers und des Ausstellungsleiters besetzt.
Wieder ein Minus auf der Mitgliederliste zeigt sich 2006 an fortan 64 Mitgliedern, daraus fünf Jugendzüchter. Die bis zu diesem Zeitpunkt stets stattfindenden Jung- und Alttierschauen müssen mangels Personal entfallen. Ebenfalls ist, im Vergleich zum Vorjahr, ein Verlust in der Kasse bemerkbar.
Auch 2007 muss der Verein das entfallen beider Ausstellungen bekannt geben. Die Gesamtmitgliederzahl sinkt auf 60. Die „Eppenbrunner Hasenhalle“ konnte in diesem Jahr nur noch drei mal vermietet werden. Steigende Nebenkosten schmälerten den Kassenbestand. Um die laufenden Kosten zu bewältigen musste das bestehende Vereinsvermögen angezapft werden. Auch die Verbandsgemeinde stellte mit der Anfrage zur Oberflächenentwässerung einen weiteren Kostenfaktor in den Raum, ebenso wiederkehrende Beiträge für die Gemeinde und kosten aufgrund einer nötigen Kanalanschlussänderung. Zusätzlich machte sich Feuchtigkeit an den Hallenwänden bemerkbar, welche freigelegt werden mussten. Kurz gesagt: der Aufwand zur Erhaltung der bestehenden Substanz war riesig. Im vergleich dazu war die Zahl der Helfer verschwindend gering. Letztendlich musste eine Mitgliederversammlung den Verkauf der Ausstellungshalle beschließen. Den beiden Vorsitzenden wurde Handlungsfreiheit für etwaige Verhandlungen mit Interessenten eingeräumt. Schließlich musste ein passender Käufer gefunden werden. Auch Inserate wurden geschaltet. Trotz der recht großen Zahl an potentiellen Käufern war es nicht möglich, die Halle zu veräußern.
Nun befinden wir uns mit unserem Rückblick im Jahr 2008. Genauer gesagt, am Jahresbeginn. Ein neuer Interessent, die Bauherrengemeinschaft Matzohl & Gordner aus Eppenbrunn, war gefunden. Nach Verhandlungen mit der Vorstandschaft war der Kauf letztendlich besiegelt. Der Kaufpreis wurde allerdings nochmals geschmälert, denn die Verbandsgemeinde forderte aus dem Jahr 1973 Gelder ein, wovon man seit über 30 Jahren dachte, das diese Niedergeschlagen seien. Positiv ist festzustellen, dass durch den Hallenverkauf sämtliche Hypotheken und Erschließungskosten abgegolten sind. Zu gut deutsch: der KZV P25 ist komplett schuldenfrei. Die Mitgliedsbeiträge können ab nun auch optimaler und vor allem zum Wohle der zahlenden Mitglieder eingesetzt werden.

Trotz all diesen Rückschlägen in den letzten Jahren darf man aber nicht die durchaus zahlreichen positiven Erlebnisse und Eindrücke vergessen. Ebenso wenig wie man nicht vergessen darf, stets nach vorne - ich möchte sogar sagen, auf eine erfolgreiche Zukunft - zu blicken. Ziel und Bestreben ist es weiterhin, den Kaninchenzuchtverein P25 Eppenbrunn nicht nur züchterisch am Leben zu erhalten, sondern auch die Geselligkeit und Freundschaft unter den Züchterfreunden – auch nicht zu vergessen die Züchterfreundinnen - zu wahren. So kann die lange Geschichte der Kaninchenzucht erfolgreich und mit viel Freude fortgesetzt werden.

Also: bewältigen wir mit Spaß und Freude die anstehenden Aufgaben, blicken optimistisch in die Zukunft des Vereins und teilen die obgenannte Freude mit anderen Züchterkollegen und -kolleginnen aus Nah und Fern.